Meteoriten
Widmanstätten
Meteoriten

Teile des Campo-del-Cielo-Meteoriten wurden erstmals 1576 entdeckt.

 

Der damalige spanische Gouverneur Hernán Mexía de Miraval hörte von Überlieferungen einheimischer Indianer,

wonach Eisen vom Himmel gefallen sei.

Er sandte daraufhin eine Expedition aus, die mehrere Bruchstücke mitbrachte.

Der Fundort, eine wasserarme Ebene, trug den passenden Namen Campo del Cielo (Feld des Himmels).

 

Durch die Untersuchung von Holz, das in Kraternähe erhalten geblieben ist, ermittelte man mittels der Radiokohlenstoffmethode das Alter der Krater. Demnach dürfte der Einschlag des Meteoroiden vor 4000 bis 6000 Jahren stattgefunden haben.

 

Der ursprüngliche kosmische Kleinkörper stammte aus dem Asteroidengürtel. Seine Reste werden als grobe Oktaedriten der Gruppe IA klassifiziert. Chemische Zusammensetzung: 92,6 % Eisen, 6,68 % Nickel, 0,43 % Cobalt, 0,25 % Phosphor, 87 ppm Gallium, 407 ppm Germanium und 3,6 ppm Iridium.

 

Widmanstättensche Figuren

 

Als Widmanstätten-Strukturen werden die vorwiegend in meteoritischem Material nachweisbaren, charakteristischen Strukturen bezeichnet, die sichtbar werden, wenn Eisenmeteoriten vom Typus Oktaedrit angeschliffen, poliert und mit methanolhaltiger Salpetersäure angeätzt werden.

 

Die Struktur entsteht in der zunächst homogenen Eisennickel-Legierung aus Taenit bei sehr langsamer Abkühlung

(1 bis 100 Grad pro Million Jahre) !