Wirtschafts-Wunder Ring

Wirtschafts-Wunder-Ring

 

Die ‚Baumpflanzerin‘ auf der 50 Pfg. Münze (Zahlungsmittel 1949 – 2002)
war Malerin und Kunstlehrerin. - Gerda Johanna „Jo“ Werner.

Ihr Mann – Graphiker und Bildhauer – nahm an dem Wettbewerb teil, der mit der Aufgabenstellung ausgeschrieben war, ein Motiv für eine Münze zu entwerfen,

das für den Wiederaufbau Deutschlands steht, Waldarbeiterinnen und Trümmerfrauen zu ehren.

Richard Martin Werner durchstöberte die Aktzeichnungen, die er von seiner jungen schönen Frau schon gemacht hatte, griff ein Motiv heraus,

umhüllte sie darauf mit leicht gestaltetem Kleid und fügte das junge Eichenbaum-Pflänzchen hinzu.
Dieses Motiv durchschlug sofort einhellig die Jury – und nie zuvor und nie danach wurde einer Frau in ihrer Anmut ein solch weit verbreitetes Denkmal gesetzt.

 

Vor rund zwei Monaten erinnerte ich mich wieder an diese Münze und das Motiv, was mich durch Kindheit und Jugend begleitete.

Die Ausstrahlung dieser Frau wurde mir aber erst jetzt bewusst deutlich. Obwohl sie für mich schon immer besonders war..
Wohl nicht nur, weil es die Münze meines ersten Taschengeldes war.

Die 60er und 70er stehen weit über den Wieder-Aufbau hinaus für DIE Zeit, des Wirtschaftswunders.

Es war ALLES möglich – und jeder konnte etwas aufbauen – mit nur etwas Pfiffigkeit.

So fügte sich für mich die Idee, daraus einen Wirtschafts-Wunder Ring zu machen – den man ja immer brauchen kann.

Vor allem, wenn auf  so anmutige Weise ein zartes junges Bäumchen gepflanzt wird, das erhellt doch das Gemüt.
Es scheint, als ob das Kleid durchscheinend wäre. Es schmiegt sich ganz leicht an ihren Körper.
Die Körperpartien der Jo zeichnen sich darin auch in der Prägung anmutig ab.


Ich mochte diesen Ring mit konkav ausgebildeter Ringschiene aus Sterling-Silber sofort
und trage ihn super gerne. Es hat schon was, sein eigenes Wirtschaftswunder an Händen zu halten.

 

Andreas Baumeier – Sept. 2017